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Literatur

Frank Schätzing: Der Schwarm

Obwohl Titel und Handlung suggerieren, es handele sich um einen reinen Meeresbiologie-Roman, so serviert Schätzing einen wild schäumenden Abenteuer-Cocktail mit viel naturwissenschaftlichem Wissen, Erklärungen moderner Technik und Theorien zur Intelligenz. Dazu leistet er sich immer mal wieder solide recherchierte Exkurse über Trans-Atlantik-Datenkabel, Computer-Systeme, die Ölgewinnung und das unerforschte Ökosystem der Tiefsee. All das verpackt in einen Katastrophen-Roman, in dem die Welt haarscharf dem Untergang entrinnt. Mit dem Verschwinden peruanischer Fischer fängt es harmlos an, dann folgt Verwunderliches und Bedrohliches. Das Verhalten von Fischen, Walen und Quallen bis hin zur Entdeckung der unheimlichen Bedrohung durch eine unbekannte Wurmspezies in der Tiefsee. Jene mutierten Würmer zerstören die Methanvorräte im Meer genau an den sensiblen kontinentalen Schelfgebieten. Eine Instabilität unvorstellbaren Ausmaßes ist die Folge. Das Wegbrechen bedeutet riesige Flutwellen und eine nie dagewesene Katastrophe. Was steckt hinter diesem scheinbaren Feldzug der Natur gegen den Menschen? Ein internationales Forscher- und Wissenschaftler-Team aus allen Fachbereichen nimmt den Kampf auf. Die Analysen und Ergebnisse sind beängstigend. In der Tiefsee scheint es eine geheimnisvolle Intelligenz zu geben, von deren Existenz der Mensch seit Jahrtausenden nichts geahnt hat. Diese winzigen Einzelwesen und Zellverbände beherrschen eine spezielle Art des vernetzten Denkens, das an zusammengeschaltete Supercomputer erinnert und der menschlichen Gesellschaft weit überlegen ist. Wer sich für eine Mischung aus Abenteuer, Meeresbiologie, Tektonik, moderne Technik und Intelligenzforschung interessiert, der wird die 1000 Seiten des Buches so mühelos verschlingen wie ein Haifisch eine Ölsardine.

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