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Ort

Alsumer Berg

Von der Schutthalde zum grünen Kulturstandort

Duisburg

Route Industriekultur

Ein Zeugnis für das traurig-schöne Nebeneinander von Schönheit und Zerstörung, das durch den Fortschritt entstehen kann, bietet der Alsumer Berg in Duisburg. Die Beecker Halde, wie der Ort auch genannt wird, ist eine Schutthalde. Und dort, wo sich heute ein begrünter Berg aus Schutt und Kriegstrümmern 70 Meter über Normalnull auftürmt, war früher einmal das Schifferdörfchen Alsum. Heute ist der Ort eine Grünfläche, die als Landschaftsschutzgebiet gilt und wie viele der Halden des Ruhrgebiets inzwischen als Freizeitort genutzt wird. So kann das gehen.

Das Dorf Alsum wurde vom Ende des 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit hinein Stück für Stück durch die Ausbreitung der Steinkohleindustrie und durch Bergsenkungen verdrängt. Die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg hat der Ort dann nicht mehr überlebt und die letzten Bewohner wurden schließlich umgesiedelt. Die Industrie der Nachkriegsjahre nutze das Gebiet dann als Ablagestelle für Schutt und Kriegstrümmer und als Erweiterungsraum für ihre Betriebe. Heute ist die Halde ein grünes Landschaftsschutzgebiet, das einen wundervollen Panoramablick über die Industriekulisse und den Rhein drumherum bietet und das Fotografen aus ganz Europa anzieht. An die ehemalige Fischersiedlung Alsum erinnert ein Gedenkkreuz. Der Alsumer Berg ist heute ein beeindruckendes Beispiel für das Nebeneinander von Renaturierung und alter Industriekultur im Ruhrgebiet. Und er ist gleichzeitig ein Erinnerungsort dafür, wie verschieden zu unterschiedlichen Zeiten ein Begriff wie Fortschritt definiert werden kann.

Der Berg Alsum ist auch Teil der Route Industriekultur - Duisburg: Industriekultur am Rhein. Außerdem liegt er auf den Radwander-Routen Erlebnisweg Rheinschiene und Niederrheinroute.

Interessierte Netzwerker:

Adresse

Alsumer Berg
Alsumer Steig
47166 Duisburg
Deutschland

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