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Life Sciences

Hightech, die Leben retten kann
Technologien möglichst schnell in die medizinische Praxis bringen

Shiwas arbeitet bei Philips Healthsystems in Hamburg als Projektmanager im Bereich Sales Operations. Bei seinem Job geht’s vor allem um Tempo: interne Prozesse verbessern, sodass Innovationen schneller in Kliniken ankommen – vom ersten Kontakt bis zur Auftragsbuchung. „Ich bin wie eine helfende Hand“, beschreibt der 28-Jährige seine Rolle und unterstützt so vor allem Kolleg*innen im Außendienst, die Krankenhäuser beraten und Projekte ins Rollen bringen.
KI, die bei Diagnosen hilft? Roboter im OP? Alles Zukunftsmusik? Eher nicht, weiß Medizintechnik-Ingenieur Shiwas Sherma.

Der Weg ins Medizintechnik-Studium
Biomedical Engineering

Der Impuls für die Medizintechnik kam aus der Familie. Seine Schwester ist neun Jahre älter und hatte das gleiche Studium bereits abgeschlossen, als er noch sein Abi machte. Und Shiwas sah: Das ist machbar und passt zu seinen Stärken in Mathe, Physik und Bio. An der HAW Hamburg studierte er daraufhin Medizintechnik im Bachelor und Master (Biomedical Engineering). Dabei waren ihm neben dem Studium immer auch praktische Erfahrungen wichtig – Praktika, Werkstudentenjobs, verschiedene Stationen – bis er schließlich bei Philips landete.

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Medizintechnik war für Shiwas die richtige Wahl
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In seiner jetzigen Position befasst er sich viel mir der Verbesserung von Prozessen

Prozesse, Daten und KI-Assistenten
Die Arbeit eines Medizintechnik-Ingenieurs

Sein Job findet vor allem im Büro statt. Morgens warten häufig Meetings mit den Kolleg*innen und dem Außendienst, oft auf Englisch. Danach wird es praktisch: Wo hakt ein Ablauf? Wie lassen sich Informationen aus Verkaufsgesprächen so festhalten, dass sie im Unternehmen nutzbar sind und helfen, Kundenprobleme gezielt zu bearbeiten? Gemeinsam mit seinem Team sucht Shiwas nach praktischen Lösungen für genau diese Probleme. Dabei entstehen digitale Unterstützungen für den Vertriebsalltag – auch unterwegs. Dazu gehören übersichtliche Dashboards, automatisierte Abläufe und verschiedene digitale Tools, zum Beispiel KI gestützte Assistenzfunktionen, deren Nutzung im Außendienst gezielt aufgebaut und in der Mannschaft verankert wird. Dabei geht es weniger um Programmieren, sondern darum, Technik so einzusetzen, dass sie wirklich hilft. Sein Ziel ist klar: Vertriebsprozesse sollen einfacher, schneller und transparenter werden, damit Kliniken schneller Zugang zu moderner Medizintechnik bekommen. Das ist etwas anderes, als er im Studium gelernt hat.


Wenn kleine Verbesserungen viel bewirken
Vertriebswege verbessern

Im Master war Shiwas Werkstudent in der Produktion. Dort arbeitete er daran, Abläufe in der Fertigung zu verbessern und schrieb seine Masterarbeit über eine Produktionssimulation, einen digitalen Zwilling der Fabrik. Damit lässt sich vorhersagen, wo Engpässe entstehen und wie man die Herstellung von Geräten besser planen kann. Manchmal steckt Innovation auch in scheinbar kleinen Dingen. So führte Shiwas gesteuerte Schraubersysteme ein: elektronische Schrauber, die das richtige Drehmoment automatisch einstellen und dokumentieren. Weniger Fehler, mehr Qualität, besser nachvollziehbare Prozesse. Dieses Wissen ist für sein heutiges Vertriebsverständnis elementar. Die Erfahrungen aus seinen früheren Stationen begleiten Shiwas bis heute. Obwohl sein Vertriebsjob fachlich anders ist als das, was er studiert hat, helfen sie ihm, neue Themen schnell zu erfassen und Vertriebswege zu verbessern. Sein Werdegang zeigt, dass sich der eigene Weg immer weiterentwickeln kann.


Mehr zu Shiwas Arbeit mit Medizintechnik hier im Interview!

„Du musst nicht der schlaueste Mensch sein, du solltest nur fleißig sein.“

Ingenieur Shiwas Sherma

Medizin von morgen
KI und Co.

Bei der Medizin der Zukunft stehen viele Themen im Rampenlicht, die Shiwas aus dem Alltag kennt: KI, Telemedizin, sichere Datenwege, patientenzentrierte Anwendungen, Robotik. Künstliche Intelligenz sieht er besonders in der Radiologie als innovativen Hebel, etwa beim Erkennen von Tumoren. Gleichzeitig rückt die Telemedizin in den Vordergrund, da Ressourcen knapp sind und Fachkräfte fehlen. Genau deshalb werden Ingenieur*innen gebraucht – nicht nur in der Entwicklung, sondern überall dort, wo Innovation in Versorgung übersetzt wird. „Du musst nicht der schlaueste Mensch sein, du solltest nur fleißig sein“, verrät Shiwas. Wer Neugierde, Durchhaltevermögen und Lernbereitschaft mitbringt, kann dazu beitragen, dass wir bald noch effektiver Krankheiten bekämpfen können.

Medizintechnik ist auch ein Abenteuer
Einen echten Unterschied machen

Im Testcenter wird klar, warum der raumhohe CT ihn schon früh angezogen hat: Ein CT arbeitet mit einer Einheit, die extrem schnell um den Körper rotiert, mit mehreren hundert Umdrehungen pro Minute. Dabei wirken Kräfte von über 30g. Zum Vergleich: auf einer Achterbahnfahrt wirken nur 3 bis 5g auf den menschlichen Körper. „In der Medizintechnik beträgt das Verhältnis vom Interesse am Menschen und der Lust auf komplexe Technik etwa 50 zu 50“, sagt er. Wer sich für Medizintechnik interessiert, trifft auf ein Studienfach, mit dem man nach dem Abschluss breit aufgestellt ist: Entwicklung, Produktion, IT, Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Beratung. Ingenieur*innen können dazu beitragen, dass moderne Medizintechnik im richtigen Moment bei Diagnosen unterstützt und so einen echten Unterschied für Patient*innen macht.

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Für Shiwas ist das CT ein besonders faszinierendes Gerät
Zukunftsindustrie

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Die Ingenieurnachwuchs-Initiative des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall.
Seit 1998 widmet sie sich bereits den Themen Ingenieurwesen und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Ihr Ziel ist es, junge Menschen schon frühzeitig für den Ingenieursberuf sowie Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.

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