„Technische Informatik ist eine Mischung aus drei Feldern der Ingenieurwissenschaften. Es beinhaltet Technische Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Die Idee war alle drei zu verbinden, um Absolvent*innen zu haben, die ein breites Angebot an Grundlagen mitbringen.“, erklärt Hannes. Und die Roboter? Ohne die Kombination dieser drei grundlegenden Ingenieurdisziplinen würde es keine geben. Deswegen legt Hannes auch großen Wert darauf zu betonen, dass sein Studium nicht nur daraus besteht, an Robotern zu basteln – das Studium ist gefüllt mit grundlegender Ingenieurskunst. An der HAWK in Göttingen profitieren die Studierenden dabei von kleinen Lerngruppen, enger Betreuung und dem direkten Kontakt zu Professor*innen. Moderne Labore und viele Praxisprojekte sorgen dafür, dass das Gelernte direkt angewendet werden kann.
Nach dem Abi wollte Hannes zuerst Wirtschaftsinformatik studieren. Am wichtigsten war es ihm, nach dem Abschluss nicht ausschließlich am Schreibtisch sitzen zu müssen. „Ich wollte etwas machen, was mit einer Anwendung zu tun hat, mit einem technischen Schwerpunkt“, erklärt er. Deswegen entschied er sich in letzter Sekunde um und startete an der HAWK als einer der ersten Studierenden in den neuen Studiengang. „Eigentlich war ich gar kein Roboter-Kind“, lacht Hannes. Vielleicht war das aber auch sein Vorteil, denn so konnte er ohne große Erwartungen ins Studium starten.
Robotik ist aus dem heutigen Leben gar nicht mehr wegzudenken. „Die Zukunft, die wir uns vorstellen, hat immer mit Robotern zu tun. Ich bin auf dem neuesten Wissensstand der Technik und somit ein richtiger Problemlöser“, beschreibt Hannes, wieso er immer noch zufrieden mit seiner Studienwahl ist. Themen wie KI, Automatisierung, Industrie 4.0, autonome Systeme und Assistenzsysteme zeigen, wie stark Robotik die Zukunft prägt und welche gesellschaftliche Bedeutung sie bereits heute hat. Was ihn von Anfang an fasziniert hat, ist, wie leicht man Sachen selbst machen kann. Vieles, was kompliziert aussieht, ist es gar nicht, wenn man die Grundlagen kennt. Sein Wissen setzt er deswegen auch gerne für eigene Projekte außerhalb des Studiums ein.
Wichtig waren ihm auch die Jobaussichten: Durch die breite Aufstellung gehört er nicht zu den klassischen Informatiker*innen und kann somit auch in anderen Bereichen arbeiten. „Ausschreibungen für Robotiker*innen sind selten. Aber wenn man liest, welche Anforderungen Ingenieur*innen erfüllen müssen, dann suchen die Unternehmen eigentlich genau uns und wissen es nur nicht“, grinst er. Abschließend betont Hannes aber noch dies: „Die Grundlagen, die man bekommt, kann man für so viele schöne und nützliche Dinge für unsere Gesellschaft einsetzen.“ Der Studiengang „Technische Informatik und Robotik“ begeistert somit auf verschiedenen Ebenen.