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Life Sciences

Studium zwischen Sportplatz und Skipiste
Sport und Ingenieurwesen – wie passt das zusammen? Besser als man auf den ersten Blick denkt!

Sport und Ingenieurwesen – sind auf den ersten Blick eine exotische Kombi. Aber Hochleistung gibt es körperlich und technisch, gemeinsam entsteht ein unschlagbares Team. Julia Burkhardt studiert an der TU Clausthal den Bachelor-Studiengang Sportingenieurwesen. Im Interview stellt sie uns das Studium näher vor.
Das Studium für Technik- und Sport-Fans.

Wie bist du zum Sportingenieurwesen gekommen?
Was macht das Ganze so spannend?

Ich interessiere mich schon seit meiner Jugend für Technik und für Sport. Leider gab es den Studiengang Sportingenieurwesen in Clausthal nach meinem Abi noch nicht. Deshalb studierte ich zunächst Maschinenbau. Als Sportingenieurwesen dann erstmals an meiner Uni angeboten wurde, stand für mich schnell fest: Das will ich studieren! Für mich ist einer der größten Pluspunkte definitiv die Vielfältigkeit! Der Studiengang vereint ganz verschiedene Bereiche und wir als Absolvent*innen können uns dementsprechend auch für viele unterschiedliche Berufsfelder entscheiden – von der Prothetik über die Materialwissenschaften und den Maschinenbau bis hin zum Bau von Sportgeräten.



„Der Studiengang vereint ganz verschiedene Bereiche und wir als Absolvent*innen können uns dementsprechend auch für viele unterschiedliche Berufsfelder entscheiden.“

Julia Burkhardt
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Das Sportingenieurwesen-Studium findet auch auf dem Wasser statt

Sport und Technik, passt das?
Was steht bei dir so auf dem Lehrplan?

Besser als man auf den ersten Blick denkt! Ein gutes Beispiel dafür sind Prothesen oder auch Laufbänder: Bei der Entwicklung solcher Geräte braucht es einerseits die sportliche Perspektive, um menschliche Bewegungsabläufe nachvollziehen zu können. Gleichzeitig wird jedoch auch ingenieurwissenschaftliches Knowhow benötigt, um die Geräte auf technischer Ebene zu entwickeln. Und wenn man diese beiden Themenfelder zusammenbringt, kann etwas echt Spannendes dabei rauskommen! Im vergangenen Semester belegte ich unter anderem Biochemie, Regelungs- und Elektrotechnik. Jetzt steht als nächstes ein zwölfwöchiges Industriepraktikum an, das alle Sportingenieur*innen an der TU Clausthal absolvieren. Ich mache mein Praktikum wahrscheinlich in einem Sanitätshaus und werde dort mein Wissen aus dem Studium rund um Orthopädie, Prothetik und Reha-Technik einbringen.

Das klingt sehr abwechslungsreich!
Was war bisher dein Highlight?

In Clausthal studieren wir in relativ kleinen Gruppen. Das hat den Vorteil, dass wir gemeinsam vieles ganz praktisch ausprobieren können. So haben wir uns schon oft auf dem Sportplatz getroffen, um das neu erlernte Wissen aus dem Hörsaal selbst anzuwenden. Mit Hilfe sogenannter Kraftmessplatten haben wir zum Beispiel Stand- und Sprunganalysen durchgeführt. Auch Sportarten wie Stand-Up-Paddling, Aerial Yoga oder textiles Skifahren können wir hier selbst ausprobieren. Unsere Uni verfügt über eine textile Skiloipe. Beim textilen Skifahren wird eine Kunststoffmatte genutzt, auf der man ganzjährig und ohne Schnee Ski fahren kann. Das macht großen Spaß und ermöglicht uns außerdem, Bewegungsabläufe und die einzelnen Materialien der Skipiste zu analysieren.

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Textiles Skifahren an der TU Clausthal
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Die Ingenieurnachwuchs-Initiative des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall.
Seit 1998 widmet sie sich bereits den Themen Ingenieurwesen und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Ihr Ziel ist es, junge Menschen schon frühzeitig für den Ingenieursberuf sowie Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.

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