Das Googeln von Diagnosen ist ebenso eine schlechte Idee wie die Einordnung der eigenen Symptome mithilfe von KI. Künstliche Intelligenz kann Ärzt*innen jedoch ihre Arbeit erleichtern, da KI-gestützte Geräte bereits heute für Diagnosen, Bildgebung und Vorhersagen genutzt werden. KI und maschinelles Lernen sind vielversprechende Ansätze für die Medizintechnik. Die Technik wird in Geräten eingebaut, die vor allem im Bereich der Simulation und des Testens den menschlichen Arbeitskräften viel Aufwand ersparen. Dabei werden Sensordaten beispielsweise direkt mit KI-Algorithmen verknüpft. Die Stärke von KI liegt beim Auslesen von Daten – so haben Menschen mehr Zeit für die soziale Komponente. Gleichzeitig bringt der Einsatz von KI neue Regeln und Sicherheitsanforderungen mit sich, etwa klare Nachvollziehbarkeit und Transparenz.
Immer mehr medizinische Geräte sind vernetzt – so entsteht das „Internet of Medical Things“, angelehnt an den Begriff IoT „Internet of Things“. Das ist nicht nur in Krankenhäusern und Praxen der Fall, sondern auch im Alltag: Wearables, wie Fitnesstracker sind so selbstverständlich geworden, dass wir sie gar nicht mehr als innovative Medizintechnik wahrnehmen. Auf diesem Prinzip aufbauend, soll Medizintechnik immer tragbarer werden. Geräte für die Fernüberwachung werden kleiner und handlicher, sodass eine Versorgung von zu Hause möglich wird. Eine Win-win-Situation, denn Patient*innen können in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und Kliniken werden entlastet, erhalten aber trotzdem die Gesundheitsdaten, die sie zur Behandlung benötigen.
Das Jahr 2026 der Medizintechnik steht auch ganz im Zeichen von Robotern und 3D-Druck. Robotergestützte OP-Systeme werden weiter ausgebaut. Bei Eingriffen wie Endoskopien haben sie sich bereits bewährt. Roboter sind eine große Hilfe, weil sie Operationen genauer, schonender und besser an einzelne Patient*innen anpassbar machen und damit sowohl medizinische als auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Wegen der hohen Individualität ist auch der 3D-Druck medizinisch im Einsatz. Er wird zum Beispiel für patientenspezifische Implantate, OP-Schablonen oder schnelle Prototypen genutzt. Für die Zukunft wird an noch feineren Automationen, kleineren Mikrorobotern und passgenauen Lösungen gearbeitet.