„Ich wollte auf jeden Fall auch Praxisanteile im Studium haben und eine gute Vorbereitung auf einen späteren Job“, erklärt Tom seine Studienwahl. Er macht ein praxisintegrierendes Studium, das bedeutet, dass sich die Theorie an der Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen abwechseln. Konkret heißt das: Drei Monate arbeitet der 20-Jährige an spannenden Praxisprojekten im Betrieb, dann geht es für ihn wieder für drei Monate an die Hochschule. Nach Abschluss hat Tom dann einen Bachelor und jede Menge Praxiserfahrung in der Tasche.
„Ich wollte auf jeden Fall auch Praxisanteile im Studium haben und eine gute Vorbereitung auf einen späteren Job. “
„In den drei Monaten bei ZF bekomme ich immer ein Projekt – mal im Büro, mal in der Fertigung“, erklärt Tom. Dabei geht es beispielsweise um die Digitalisierung der Werkzeugverwaltung oder um eine nachhaltige Lösung für die Markierung der Bauteile, damit diese auch während oder nach Nutzung identifizier- und rückverfolgbar bleiben. Auch die Abstimmung mit allen Verantwortlichen spielt eine große Rolle. „Ich würde sagen, dass vor allem Wissen aus den Bereichen Fertigungstechnik, Konstruktion und Projektmanagement aus dem Studium zum Einsatz kommt.“
Was den Freizeitfaktor angeht hat das duale Studium keinen besonders guten Ruf, was Tom bestätigen kann: „Es kann schon stressig werden, gerade in Klausurphasen. Aber für mich überwiegen trotzdem die Vorteile: Man ist in drei Jahren fertig, bekommt ein Gehalt, sammelt viel Erfahrung.“ In den Praxisphasen bei ZF arbeitet er 35 Stunden pro Woche, muss sich nebenbei aber natürlich auch um Hochschulprojekte kümmern. „Semesterferien gibt’s bei mir leider nicht, dafür habe ich bei ZF aber flexible Arbeitszeiten und 24 Tage Urlaub im Jahr.“
„Semesterferien gibt’s bei mir leider nicht, dafür habe ich bei ZF aber flexible Arbeitszeiten und 24 Tage Urlaub im Jahr.“
„Man sollte ein gutes Grundverständnis für Physik und Mathe mitbringen und in der Lage sein, Themen zu verknüpfen“, erklärt Tom. Ein Überflieger muss man aber nicht sein, denn es gibt viele Unterstützungsangebote: „In den ersten drei Semestern gibt es zum Beispiel Tutorien für Technische Mechanik und Mathe.“ Tom ist der Meinung: „Wenn man genug Motivation mitbringt, kann man sich da durchbeißen.“ Auf der praktischen Seite hat ihm vor allem der „Grundkurs Metall“ geholfen, den Azubis und dual Studierende bei ZF durchlaufen: „Drehen, Fräsen, Sägen… da bekommt man wirklich ein Gefühl für die verschiedenen Materialien.“
„Ich bereue nichts“, lacht der Maschinenbaustudent, „ich würde alles genauso wieder machen und kann das duale Studium definitiv weiterempfehlen.“ Zu Beginn hatte er zwar ein bisschen Bedenken, was den Wechsel zwischen Witten (NRW) und Mosbach (Baden-Württemberg) angeht, „aber mittlerweile freue ich mich immer auf beide Standorte.“ Schüler*innen würde er raten, sich ruhig auch nach Studienplätzen in anderen Bundesländern umzusehen. „Ich habe mich durch den Wohnortwechsel auf jeden Fall auch persönlich weiterentwickelt.“