Solartechniker*innen wissen genau, wie der neuste Stand in der Solartechnik ist. Das betrifft natürlich die Anlagen, die sie planen, montieren und prüfen. Dieser Job umfasst aber noch mehr: Lohnt sich eine Solaranlage für Kund*innen überhaupt? Ist die Sicherheit gewährleistet und sind alle Richtlinien erfüllt? Welche technische Grundlage ist für dieses Projekt am besten geeignet? All diese Fragen müssen Solartechniker*innen beantworten können. Weil dieser Job so vielseitig ist, kannst man auch in unterschiedlichen Branchen Fuß fassen. In Dachdecker- und Planungsbetrieben ist man genauso gut aufgehoben wie in Firmen, die sich auf Elektro- und Energietechnik spezialisiert haben.
An der Hochschule Bochum dreht sich ein ganzer Studiengang um erneuerbare Energien. Im interdisziplinären Studium lernen angehende Ingenieur*innen alle Technologien rund um die Nutzung von Solarenergie, Wind- und Wasserkraft, Erdwärme und Bioenergie kennen. In diesem sehr praxisnahen Studiengang bereiten Projektaufgaben, Planspiele, Praktika und Exkursionen auf eine spätere Karriere im Energiesektor vor. Mit dem Abschluss in der Tasche könntest du beispielsweise als Entwicklungsingenieur*in neue Verfahren und Komponenten für die Nutzung von Solarenergie entwerfen – oder als Projektentwickler*in die Errichtung neuer Solarparks planen und begleiten.
Wer nach dem Bachelor noch tiefer in die Praxen der Solartechnik an der Uni eintauchen will, der findet an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg den perfekten Studiengang. Hier lernen Studierende in Solar Energy Engineering die Feinheiten des Fachgebietes kennen – alles auf Englisch, um für eine internationale Karriere gerüstet zu sein. Während des Studiums lernt man viele unterschiedliche Anlagen kennen und erhält Einblicke in die Technik, die dahintersteckt. Dank der Kooperation mit dem Fraunhofer ISE arbeiten Studierende Hand in Hand mit führenden Forscher*innen und sind auch an der Entwicklung von ganz neuen Ansätzen beteiligt.
Auch der Ausbildungsweg für Personen, die mit Solartechnik arbeiten wollen, ist offen. In der 3,5-jährigen Ausbildung entdecken die Auszubildenden Themen der Elektro- und Solartechnik und lernen sich im Umweltrecht zurechtzufinden. Je nach Betrieb werden dann unterschiedliche Anlagen betreut und gegebenenfalls repariert. In der Berufsschule warten natürlich fachspezifische Fächer, deswegen sollte ein generelles Interesse für Physik und Mathematik von Anfang an vorhanden sein.