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Mobilität

In einer anderen Dimension

Maschinenbauingenieur Johannes Sander arbeitet beim Memminger Spezialfahrzeughersteller Goldhofer an gewichtigen Konstruktionsaufgaben.

Wie Alice im Wunderland

Man fühlt sich wie Alice im Wunderland, wenn man von Johannes Sander über das Werksgelände der Goldhofer Aktiengesellschaft in Memmingen geführt wird und er mit strahlenden Augen über die neuesten Giganten der Transporttechnik berichtet. Er denkt und konstruiert in anderen Dimensionen. Klein wie zwischen den Riesenpilzen in Alices Fabelwelt läuft man zwischen den stärksten Flugzeugschleppern der Welt mit der Typbezeichnung AST-1 X umher.

Was bewegen / Mobilität

Karrierestart als Praktikant

Schon während seines Maschinenbaustudiums an der Hochschule Kempten absolvierte er 2010 bei der Goldhofer AG ein Praktikum, auf das er zuvor durch eine Jobmesse an der Hochschule aufmerksam wurde. Nachdem er dort anschließend als Werkstudent arbeitete und auch seine Abschlussarbeit mit dem Titel „Schwingungsreduzierung der Fahrzeugkabine bei Flugzeugschleppern“ schrieb, war der Ingenieurjob letztlich die logische Konsequenz. „Durch mein Studium wurde ich schon sehr gut auf meine aktuelle Tätigkeit vorbereitet. Die Tiefe kam dann natürlich erst mit der Praxis. Aber etwa 50 Prozent Wissen aus dem Studium nutze ich immer noch in meiner täglichen Arbeit – zum Beispiel Technische Mechanik, Festigkeitslehre, Konstruktions- und Maschinenelemente, Projektmanagement und natürlich viel Mathematik.“, freut sich der sympathische Bayer.

Besondere Giganten

Jeder, der auf der Autobahn mal einem nächtlichen Schwertransport mit orange blinkenden Warnlichtern und Polizeieskorte begegnet ist, hat schon Produkte von Goldhofer bei der Arbeit erlebt. Die Palette reicht von riesigen Anhängern über gewaltige Sattel- und Modulfahrzeuge bis hin zu fulminanten Flugzeugschleppern. Auf dem rund 100.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände in Memmingen fertigen rund 650 Mitarbeiter Fahrzeuge für einen Nutzlastbereich von 25 bis 10.000 Tonnen, die jede noch so unlösbar scheinende Aufgabe für den Straßen- und Spezialtransport von monströsen Gütern bewältigen. „Gerade hier im Sondermaschinenbau verlassen ja viele Unikate, Neuentwicklungen und spezielle Kundenwünsche unser Werk. Das sind immer ganz besondere Momente mit ganz besonderen Giganten“, erzählt der 27-jährige. Hinzu kommt, dass Ingenieure wie Johannes die Goldhofer-Produkte auch beim Kunden und im direkten Transporteinsatz erleben.

Ein Mix aus Theorie und Praxis

Derzeit besteht seine Haupttätigkeit darin, neu zu entwickelnden Komponenten zu modellieren. Sein Job ist es sozusagen, eine Idee in die Realität umzusetzen. Das geschieht im ersten Schritt komplett am Rechner. Danach wird eine Bauteilzeichnung gemacht, nach der jenes Teil später exakt hergestellt werden kann. Schweißnähte müssen berechnet, die Dimensionen festgelegt werden und die Belastungen müssen stimmen. Besonders die Verbindung aus Theorie und Praxis und der kurze Draht zur Fertigung sind das, was Johannes an seinem Job so begeistert: „Meine Abteilung Fahrzeugtechnik und Schwerlast gefällt mir sehr. Das ist auch mein persönlicher Interessenbereich. Man ist hier bei Goldhofer keine kleine Nummer und kann wirklich was bewegen. Ich bin sehr nahe am Produkt, schnell in der Werkstatt und begleite auch die Produktion. Das ist eine sehr familiär-freundliche Atmosphäre und eine super Zusammenarbeit zwischen uns Ingenieuren und den Facharbeitern.“

Bei seiner Tätigkeit faszinieren Johannes die besonderen Kundenwünsche: „Da fangen wir an zu tüfteln und zu entwickeln und stehen ständig vor neuen Herausforderungen.“ Er fügt hinzu: „Technik interessiert mich einfach und die damit verbundene Möglichkeit etwas zu erschaffen.“

Mehr über Johannes Sander erfährst du in der ALL ING. 2014

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Über 650 Mitarbeiter sind auf dem riesigen Betriebsgelände tätig.

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