„Maschinenbau ist die Verknüpfung von Naturwissenschaften und Technik sowie die Lehre von der Interaktion von beidem. Ziel ist es, auf dieser Basis, Dinge neu zu schaffen“, fasst Prof. Kurumlu sein Fach zusammen. Sprich, wenn du dich für Naturwissenschaften und für Technik interessierst, ist das schon mal eine super Voraussetzung. „Die angewandten Naturwissenschaften sind die Dinge, die man in der Technik letztendlich nutzt – wenn man Lust hat, sich von Grund auf damit zu beschäftigen, dann ist man bei uns genau richtig.“
Wer an Naturwissenschaften denkt, denkt zwangsläufig an Mathematik – aber Professor Kurumlu widerlegt den Mythos, dass man für Maschinenbau ein Mathe-Genie sein muss. „Aber es ist natürlich gut, wenn man Mathe-affin ist, wenn man strukturiert arbeiten und die Dinge auch nachvollziehen kann.“ Empfehlen würde er außerdem, dass man Neugier und die Motivation mitbringt, sich mit Naturwissenschaften, Technik und den Zusammenhängen eingehend auseinanderzusetzen. Und natürlich sollte man in der Lage sein, sich selbst und seine Fähigkeiten einschätzen sowie managen zu können.
Allen, die sich für das Fach interessieren, sich aber noch unsicher sind, rät Professor Kurumlu, die Beratungsangebote der Hochschulen zu nutzen und sich einfach mal einen Eindruck vor Ort an der Uni oder Fachhochschule zu machen. Neben der Zentralen Studienberatung besteht oft auch die Möglichkeit, Fragen direkt mit Vertreter*innen der Fachbereiche zu besprechen. Helfen kann es auch, sich mit Leuten zu unterhalten, die im Bereich Maschinenbau arbeiten, um auch einen Einblick in den späteren Beruf zu erhalten.
Die Chancen und Möglichkeiten, die sich nach einem Maschinenbaustudium auftun, beschreibt Professor Kurumlu als zahlreich und bunt: „Nach dem Abschluss können die Absolvent*innen in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten – von Forschung und Entwicklung über Produktion und Vertrieb.“ Insbesondere die Metall- und Elektro-Industrie mit ihren mehr als 25.000 Unternehmen in Deutschland bietet Maschinenbauer*innen starke Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten.