„Ich war früher bei der Dorffeuerwehr und habe nach dem Abitur kurz darüber nachgedacht, zur Berufsfeuerwehr zu gehen“, erzählt Felix. Ein Bekannter hat ihn dann auf den Studiengang in Magdeburg aufmerksam gemacht. „Eines meiner Lieblingsfächer in der Schule war Chemie. Deshalb fand ich Wahlpflichtfächer wie Gefahrstoffe und Toxikologie inhaltlich super spannend.“ Auch das Konzept des Studiengangs selbst stieß auf Interesse, denn er findet sowohl an der Hochschule als auch an der Universität in Magdeburg und an der Landesfeuerwehrschule Sachsen-Anhalt statt.
„Viele meiner Kommiliton*innen haben einen Blaulicht-Hintergrund, sprich Erfahrung bei der Freiwilligen Feuerwehr, beim THW, Rettungsdienst oder auch beim DLRG.“ Ein Muss ist ein solcher Hintergrund aber nicht, erklärt Felix weiter. „Wir haben auch jedes Semester Studienanfänger, die nicht aus dem Blaulichtbereich kommen. Und die schneiden in Prüfungen meist auch sehr gut ab, da ohne Erfahrung in dem Bereich meist intensiver gelernt wird.“
Psychologie ist für Felix und seine Kommiliton*innen ein Pflichtfach: „Ich fand es sehr spannend. Es geht um das Verhalten von Menschen in Krisensituation und auch viel um Stressbewältigung – da kann man auch für sich persönlich viel lernen.“ Neben der psychologischen Betreuung von Betroffenen, spielt auch die Versorgung von Einsatzkräften eine immer größere Rolle, denn auch sie können im Einsatz traumatische Erfahrungen machen. „Und für alle, die eine Führungsposition anstreben, können psychologische Grundlagen sehr hilfreich sein“, erklärt der 24-Jährige.
Nach ihrem Abschluss streben viele Studierende den gehobenen oder höheren Dienst bei einer Berufsfeuerwehr an. Felix betont jedoch: „Es ist ein Ingenieurstudiengang, kein Feuerwehrstudium.“ Mit dem Abschluss ist man sehr breit aufgestellt. Felix selbst möchte später als Brandschutzingenieur dafür sorgen, dass Gebäude möglichst sicher geplant, gebaut und betrieben werden. Auch eine Karriere in den Bereichen Arbeits-, Industrie- oder Anlagensicherheit, in der Risikobewertung von Versicherungen, bei der Bundeswehr oder in Behörden ist möglich.
Für die Zulassung braucht man mindestens die Note 3 in Mathe auf dem Zeugnis oder muss eine Feststellungsprüfung bestehen. „Interesse an Technik und Naturwissenschaften ist schon wichtig“, berichtet Felix. Gerade die Grundlagen haben es in sich. „Dafür hat man in diesem Studiengang ein wirklich schönes Miteinander und eine tolle Kameradschaft, auch über die Jahrgangsgrenzen hinweg.“ Mit der gegenseitigen Unterstützung kann man es so auch durch schwierige Prüfungsphasen schaffen. Felix empfiehlt außerdem allen Interessierten, ein Schnupperstudium an der Hochschule Magdeburg-Stendal zu machen: „Da bekommt man einen guten Eindruck vom Studium und den Menschen.“