Im dualen Studium ist Michel abwechselnd an der DHBW Stuttgart und für seine Praxisphasen bei CLAAS tätig. Die CLAAS Gruppe ist ein führender Hersteller von Landmaschinen mit Sitz in Harsewinkel. Am Entwicklungsstandort in Dissen erhält Michel Einblicke in die Entwicklung modernster elektronischer Systeme – ein Bereich, der ihn schon seit seiner Kindheit fasziniert.
Aktuell arbeitet er im Bereich Test und Validierung. „Testen macht einen großen Teil der Entwicklung aus“, erklärt er. Für Michel ist der Höhepunkt am Ende eines Projekts zu sehen, wie die eigene Arbeit in der Praxis funktioniert. Er arbeitet an nahezu vollautomatisch funktionierenden Mähdreschern, die die Fahrer*innen durch eine Vielzahl von Sensoren und Kameras bei der Arbeit unterstützen – eine innovative Technologie, die den landwirtschaftlichen Alltag revolutioniert.
Ein Thema, das ihn besonders begeistert, ist Smart Farming. Für ihn bedeutet das, die Zusammenarbeit zwischen Mensch, Maschine und Natur so zu gestalten, dass landwirtschaftliche Arbeiten möglichst effizient durchgeführt werden. Gerade bei der Interaktion mit den Bediener*innen und der Maschine spielt die Sprache eine wichtige Rolle – etwa, wenn Landmaschinen weltweit eingesetzt werden.
In seiner Praxisphase hat er deshalb die Übersetzungen in den Spracheinstellungen am Terminal geprüft. „Dabei ging es darum, sicherzustellen, dass alle Begriffe korrekt und fehlerfrei in die jeweiligen Sprachen übertragen wurden“, berichtet er. Unterstützt wird dieser Prozess auch durch KI. Die Kombination aus Informatik und Landmaschinen trägt großes Potenzial für eine schonende Landwirtschaft in sich.
Auch mit dem Thema Künstliche Intelligenz setzt sich der 21-Jährige intensiv auseinander. In der Metall- und Elektrobranche werden Entwicklungsumgebungen zunehmend durch KI unterstützt und das Vergleichen von Informationen oder das Schreiben von Konzepten damit erleichtert. „Unsere Maschinen werden aber auch sehr spezifisch eingesetzt, da können wir uns nicht immer nur auf KI verlassen“, wendet er ein. Im Studium und in den Praxisphasen lernt er ganz genau, welche Ansätze die richtigen sind. „Funktionstechnik und Sicherheit müssen zusammenfinden“, weiß er.
„Lernen hört nie auf. “
„Wer Informatik studieren möchte, sollte sich für Elektronik und Softwareentwicklung begeistern können, gerne im Team arbeiten und die Blickweisen anderer verstehen“, fasst Michel zusammen. Zusammenhänge zu erkennen ist das A und O, oder für angehende Informatiker*innen die 1 und 0. Sein Rat an Schülerinnen und Schüler: offen für neue Technologien bleiben und sich immer wieder in neue Interessengebiete wagen. Denn gerade im Bereich Informatik gilt: „Lernen hört nie auf.“