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Mobilität

Initialzündung im Studium

2012 präsentierte das e-gnition-Team der TUHH seinen neuen Elektro-Rennwagen. Fazit: ordentlich Lehrgeld gezahlt und einiges dazu gelernt.

Mit dem E-Mobil durchstarten

Anfang Juli 2013 war es soweit. Das e-gnition-Team der TU Hamburg-Harburg enthüllte im Auditorium Maximum vor 500 Gästen die neue Version seines Elektrorennwagens. Der Flitzer, genannt „egn13“, überflügelt seinen Vorgänger in Sachen Zuverlässigkeit und Fahrerergonomie. Und außerdem wiegt er erheblich weniger.

Was bewegen / Mobilität

Echte Teamarbeit

„Das grundlegende Konzept haben wir nicht geändert. Stattdessen ist es um die Erfahrungen des letzten Jahres gereift“, sagte Technikleiter Hauke Becker bei der Vorstellung des neuen schwarz glänzenden Rennwagens egn13, dessen Außenhaut aus Carbon gefertigt ist. Vor einem Jahr war das Ziel des Teams, in Hockenheim mitzufahren, so Becker. „Der egn12 wurde so gebaut, dass er fährt.“ Das ist, von wenigen Aussetzern abgesehen, gelungen. Nach diesem Anfangserfolg sollte der Nachfolger vor allem zuverlässiger werden.

Konstruktion, Performance, Finanzplanung und Marketing

Die Entwicklung geht zurück auf den Konstruktionswettbewerb für Rennwagen mit Elektrobetrieb, den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) 2010 ins Leben rief. 2012 konnte das Rennauto egn12 seine erste richtige Testfahrt absolvieren. Bei der Hamburger Oldtimer-Rallye behauptete er sich unter lauter schnaubenden und qualmenden Benzinern und Dieselfahrzeugen fast geräusch- und völlig geruchlos und erreichte die Ziellinie im Mittelfeld. Gemessen an der knappen Entwicklungszeit des Fahrzeugs, war das ein Triumph. Ein Rennen in Silverstone endete dann kurz hinter der Startlinie. Diagnose: Wasser in einem Kontrollsystem des Motors. Danach kam egn12 noch einmal auf den Prüfstand und wurde auf Herz und Nieren durchgecheckt. Unter Werkstattbedingungen bestand er alle Tests mit Bravour, um dann am Hockenheimring wieder von Kinderkrankheiten heimgesucht zu werden: Erst brach ein Rohr aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff an der Radaufhängung. Über Nacht wurde der Flitzer wieder flott gemacht. Beim Beschleunigungsrennen erwies sich dann die Motorregelung als zu langsam eingestellt, und beim Ausdauerrennen versagte die Elektronik. Doch bei diesem studentischen Wettkampf ging es nicht nur um Geschwindigkeit und Sieg. Bewertet wurde vielmehr ein Gesamtpaket aus Konstruktion, Performance, Finanzplanung und Marketing.

Erfolg in Rekordzeit

In Rekordzeit von nur einem Jahr musste das 50-köpfige Hamburger Team also nicht nur einen fahrtüchtigen elektrischen Rennwagen konstruieren, sondern auch noch die Logistik sichern, Sponsoren gewinnen und eine Marketing-Strategie auf die Beine stellen - eine wahre Herkulesaufgabe. Mit „e-gnition“ war jedenfalls ein öffentlichkeitswirksamer Name gefunden. Mehr als 50 Unternehmen waren schnell für das Projekt zu begeistern, sponserten es oder steuerten großzügig Fahrzeugteile und Know-how bei. Außerdem griffen TU-Forscher den angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren hilfreich unter die Arme. Die stiegen auf hohem Niveau in die Forschung und Entwicklung ein, lernten den Ingenieuralltag kennen, arbeiteten mit Vertretern der Wirtschaft und kümmerten sich - von der Entwicklung bis zum Marketing - um alle wichtigen Bereiche. Beim Formula Student Electric Wettbewerb 2013 am Hockenheimring setzten sich unter 40 Teams erneut die niederländischen Studenten von der TU Delft durch, vor den Teams der ETH Zürich und dem KIT Karlsruhe. Nun ist der Blick des e-gnition-Teams auf 2014 gerichtet.

Weitere Informationen:

Weitere Infos zu E-gnition

Weitere Infos zum Thema E-Mobility findest du in der kompakt-Ausgabe 11|2012

TUHH/Johannes Arlt
Am Prüfstand
TUHH/Johannes Arlt
Axel Engelhard
TUHH/Brinkmann
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Der egn13
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Das Team
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Der neue egn13
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