Mathis hat Grund, sich zu freuen: Gerade ist die Bestätigung für sein Masterstudium eingetroffen und er wird nach dem Bachelor in AIW jetzt Autonomous Robotics in England studieren. Er ist sich wirklich sicher, dass er für sich genau den richtigen Schwerpunkt gesetzt hat. Dank des Aufbaus seines Studiums hatte er nämlich die Möglichkeit, in viele Bereiche zu schnuppern. „Die ersten beiden Semestern bestehen aus vielen Grundkursen. Man hat Chemie, Mathe, Informatik, Elektrotechnik und Mechanik. Es ist total cool, dass man sich alles einmal anschauen kann“, erklärt er.
„Es ist total cool, dass man sich alles einmal anschauen kann.“
Der Studiengang ist bewusst anfangs breit gefächert, sodass die Studierenden ausprobieren können, welche Richtungen für sie infrage kommen. Zusammen mit zwei verpflichtenden Praktika lernen sie, ob es unter anderem weiter im Bauingenieurwesen, Elektrotechnik oder Maschinenbau – wie bei Mathis – gehen soll. Nach den Grundkursen gibt es die Möglichkeit, sich langsam zu spezialisieren. Mathis hat sich damals für Maschinenbau entschieden, dort gibt es nämlich die meisten unterschiedlichen Vertiefungen. Aber keine Panik: „Man kann notfalls den Schwerpunkt wechseln.“
Auch wenn Mathis ein großer Fan des Konzepts ist, gibt er zu bedenken, dass auch Herausforderungen warten: „Der Studiengang umfasst mehr Credits, weil man sich ja alles einmal anschaut. Es kann vorkommen, dass man parallel BWL lernt und sich danach mit Simulationen beschäftigen muss. Da muss das Gehirn umswitchen.“ Auch wichtig: AIW bereitet die Studierenden durch seine fachübergreifende Breite nicht gezielt auf einen bestimmten Beruf, wie zum Beispiel Elektrotechniker*in vor. Dafür eröffnet sich an der TUHH die gesamte Bandbreite der ingenieurwissenschaftlichen Fächer, von der grundlagenorientierten Forschung bis zur Anwendung.
Die Vorteile überwiegen aber: ein breites Grundstudium, viele Vertiefungsrichtungen, die im Laufe des Studiums entdeckt werden können, ein garantierter Masterplatz, wenn man schwerpunkttechnisch fündig wurde und eine gute Betreuung. Mathis ist sehr schnell wissenschaftliche Hilfskraft und mittlerweile auch Studiengangsbotschafter geworden. Er möchte später in die Forschung gehen und fühlt sich durch das stark theoretisch ausgerichtete Studium gut darauf vorbereitet. Auch international sind die Hamburger gut aufgestellt: Studierende können Auslandserfahrung sammeln und es gibt einen Schwesterstudiengang, der komplett auf Englisch ist.
Auch wenn Mathis seinen Studiengang in der Regelstudienzeit beendet hat, was selten ist, rät er Schüler*innen, die AIW studieren möchten, direkt von Anfang an mit Vollgas dabei zu sein. „Durch manche Sachen muss man sich durchkämpfen, das ist nun mal das gekaufte Risiko bei einem Studiengang, der so viel Verschiedenes anbietet“, weiß er. Der Anfang war für ihn aber auch am stressigsten, gibt er ehrlich zu. „Die Lernkurve ist wirklich krass, aber man kommt trotzdem gut in den Rhythmus und profitiert von dem Wissen aus allen Kursen.“
„Die Lernkurve ist wirklich krass, aber man kommt trotzdem gut in den Rhythmus und profitiert von dem Wissen aus allen Kursen.“